Etta Bengen. Planungsbüro für individuelle Konzepte


  Zwerge



Fotos: Elke Röbken

Die Zwerge kommen -
Wanderausstellung zum (Garten-) Zwerg

  Die Zwerge waren
  im Heimatmuseum Hoya
  vom 25.11.2012 bis 27.01.2013



  www.museum-hoya.de




  
Die Zwerge waren
   in der Wendener Hütte
   vom 8.April bis 31. Oktober 2012

 
    www.wendener-huette.de




               

  Die Zw
erge  waren
  im Krei
smuseum Syke
  vom 27.11.2011 bis 22.01.2012
 
  www.kreismuseum-syke.de






Die Zwerge waren zu Gast in der Sonderausstellung

Aster, Phlox, Paeonia - Pflanzenvielfalt in Parks und Gärten
03.März bis 8.September 2013

/http://www.stadtmuseum.bietigheim-bissingen.de/

















Die Zwerge waren Gäste der Sonderausstellung "Oldenburg - Stadt der Gärten" im Stadtmuseum Oldenburg vom 15.Juni bis 31.August 2014


Zwei Zwerge aus der Wanderausstellung besuchten die
China 2.0-Tagung am 24./25. Juli 2014 in Oldenburg


V.l.n.r.: Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner, Oldenburg, Ton Schroor (Wethouder für Finanzen, Bildung, Soziales und Öffentliche Dienstleistungen) Groningen, Musikanten-Zwerg, Zwerg mit Laterne (beide aus der Wanderausstellung „Die Zwerge kommen“, Oldenburg), Huiqun Yang, Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg
Foto: Xin Deng





 Zwerge

"Zwerge als dämonische Gestalten spielten im Volksglauben und Volksaberglauben eine bedeutende Rolle, doch ist der Glaube an ihre Existenz heute im Aussterben."

Zwerge, Gnome, Erdmanntjes, Twarge, Querg, Wichtel, Heinzelmännchen oder Unnererdsche leben in großen Gemeinschaften und bevorzugen als Behausungen Höhlen, Berge oder sonstige verborgen gelegene Stellen in Wäldern oder anderen geheimen Orten.

Ihre Gemeinschaft ist denen der Menschen ähnlich. Als Oberhaupt ihres Gemeinwesens haben sie einen König. Das Verhältnis der Zwerge zu den Menschen ist oft getrübt. Wenn der Mensch den Zwerg ärgert schlägt er zurück. Er kann sehr boshaft sein.

Kleine vollbringen Grosses

Kleine vollbringen Großes - Ausstellungsplakat

Bild vergrößern

Zwei Zwergensagen aus der Lüneburger Heide:

Das Hinzelmännchen zu Celle

Eine Sage. Von den Herzögen residirte einst auch mal einer auf dem Schlosse zu Celle, der mit Kindern reich gesegnet war. Wenn nun die Kinder auf dem Rasenplatze vor dem Schlosse spielten, so gesellte sich gar oft ein kleines Männlein zu ihnen, welches ein prächtig Sammetkleid an hatte und ein Hütchen mit wallenden weißen Federn auf dem Kopfe trug; das gab den Kindern die hübschesten Spiele an und spielte auch gern selbst mit. || weiterlesen ||

Der Zwergenraub bei Loitze

Mehrere Heidberge befinden sich im südöstlichen Teil der Feldmark Loitze. Der höchste von ihnen führt seit Menschengedenken den Namen "Unnererdschenberg". Hier soll die Heimat der kleinen Zwerge, der Unnererdschen, gewesen sein. Von der höchsten Spitze der Südseite des Berges bis hinunter zum Fuße führt ein breiter Sandsteig. Auch dieser Weg ist unter dem Namen "Unnererdschensteig" bekannt. In dunkler Nacht sollen die fleißigen kleinen Wichte auf diesem Wege hin- und hergelaufen sein, um von dem vorbeifließenden Mühlenbach das Wasser zu schöpfen und hinunterzutragen.
|| weiterlesen ||

Da der Zwerg dem menschlichen Wesen - gut und böse - eine Entsprechung seiner selbst gegenüber stellt, ist er dem vorwissenschaftlich geprägten Menschen eine Hilfe zur Überwindung von Ängsten geworden. Unerklärliche Phänomene der Natur fanden eine plausible Erläuterung in Sagen und Märchen. Sie waren stets auch Ausdruck des Zeitgeistes und der politischen Wirklichkeit. So spielen in älteren Sagen Könige wie Laurin und Oberon eine Rolle. In den modernen Sagen unserer Zeit werden unerklärliche Begebenheiten mit modernen Zwergen erklärt, so z.B. die kleinen grünen Männchen, die mit einer fliegenden Untertasse aus dem All auf die Erde gelangen.

Die Berufe des Zwerges und seine Ähnlichkeit mit den Menschen sowie seine Darstellung in den Märchenillustrationen, haben wahrscheinlich Pate für den Gartenzwerg gestanden. Der Gartenzwerg, nunmehr ein kaum wegzudenkendes Dekorationsstück des gut gepflegten deutschen Gartens, unterlag in seiner Geschichte dem wandelnden Geschmack der jeweiligen Zeit.

Gartenzwerge

"Käme jemand auf die kitschige Idee, dem Kitsch ein Denkmal zu errichten - es müßte unbedingt ein Gartenzwerg sein!"

Der Gartenzwerg erblickte erst um 1871/72 in Thüringen das Licht der Welt. Um 1860 existierten in Gräfenroda im Thüringer Wald 15 Terrakottawerke und 3 Porzellanfabriken. Dort wurden unter anderem Figuren für die Gartengestaltung geschaffen: Rotkäppchen und der Wolf, röhrende Hirsche, bockige Rehe, Störche, Hasen, Igel, Baumwurzeln, Pilze und Nippesfiguren aller Art hatten Konjunktur.

"Die Terrakottawaren-Fabriken waren ein wesentlicher Bestandteil für die Entstehung und Ausbreitung der Gartenzwerge. Durch die Herstellung von sehr naturalistisch modellierten und bemalten Tierköpfen und -figuren war die handwerkliche Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit gegeben, und auch der Markt war durch langjährigen Handel erschlossen."

Handwerker-Zwerg

Zwergenkeller im Heimatmuseum Hitzacker

Bild vergrößern

Die Zwerge von Hitzacker

Eine Sage von 1659

keen Minsch kann seggen, wo lang dat all her is, denn de öllsten Lüd hebben ja von ehr Vöröllern hört, datt dat all lang her wöer un datt de Vöröllern ehr Vöröllern nicht wüßt hädden, wo lang!! - - da wöern in den Wienbarg bi Hitzacker de Ünnureedschen, de Lütten, de Dwargen. Wat se da dohn deeden? Ick weet nich genau. In´t Gebürge sünd se ja dunmals veel west, in´n Harz un in´n Deister un Riesengebirge un so; da hebben se Gold funn un Sülber und Edelgestein un hebben da mächtig in wirkt un dahn un sünd riek davon worrn un hebben ook gode Minschen, de jem west drapen hebben, un de fründlich to jem west sünd, mennigmal mit Gold und Edelstein beschenkt, - abers für de Schlichten, de sick blot ut Eigennutz an jem ran makt hadden, wör´t, an annern Dag Peerködel.

In alten, alten Zeiten, kein Mensch kann sagen, wie lang das her ist, denn die ältesten Leute haben es von ihren Großeltern gehört das es lange her war und das die Großeltern der Großeltern nicht wußten, wie lang!! - - da waren im Weinberg bei Hitzacker die Untererdschen, die Kleinen, die Zwerge. Was sie dort taten? Ich weiß es nicht genau. Im Gebirge waren sie damals viel, im Harz, im Deister und im Riesengebirge und so; da haben sie Gold und Silber und Edelstein gefunden und gewaltig in den Stollen gewirkt und sind davon reich geworden und haben gute Menschen, die freundlich zu ihnen waren manchmal mit Gold und Edelsteinen beschenkt, - aber für diejenigen, die nur aus Eigennutz an sie herantraten, verwandelte es sich am anderen Tag zu Pferdeäpfel. || weiterlesen ||

Literatur zu Zwergen, Riesen und Sagengeschichte

E. Bengen: Kleine vollbringen Großes. Zwerge in Märchen, Werbung und Vorgärten.
Materialien zum Museumsbesuch, Nr. 27/1997. Veröffentlichung des Museumsdorfes
Hösseringen.

E. Bengen: Wo Zwerge und Riesen hausten. Mit Sagen und Geschichten die Region
Uelzen erleben. [Hrsg. Tourismuskreis Uelzen e.V., Hannover 1999].

E. Bengen: O Wunner, o wunner, wat ligg hier woll unner? Großsteingräber zwischen
Weser und Ems im Volksglauben
. Oldenburg, 2000.
[Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 31. Hrsg. von Mamoun
Fansa, Staatliches Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Oldenburg].

E. Bengen: Klein, flink und frech. Zwerge in Sagen und Gärten. In: Hildesheimer
Heimatkalender 2000, S. 70 - 76.

E. Bengen: Die große Welt der Gartenzwerge. Mythen, Herkunft, Traditionen. Ein
historischer Rückblick. Hösseringen 2001. 

Wo Zwerge und Riesen hausten

Wo Zwerge und Riesen hausten - Reiseführer durch den Landkreis Uelzen

Bild vergrößern


 


 



Zwei Zwergensagen aus dem Buch:

Die Hötkenbötken

Der Hötkenbarg (auch Höptbarg, Höpikenberg, in Akten sogar Höxterberg genannt) ist der Schauplatz eines plattdeutschen Märchens von G. Müller, Suderburg, das der Leser im Uelzener Heimatkalender von 1929 findet. Hier hausten die Zwerge, die freundlichen, hilfsbereiten Hötkenbötken, die mit einem Oldendorfer Bauern, der infolge von Schicksalsschlägen wirtschaftlich ruiniert war, einen Vertrag abgeschlossen, in dem sie sich verpflichteten, gegen Abtretung eines schmalen Feldstreifens, auf dem sie heilbringende Kräuter anbauten, des Bauern Land zu bestellen. || weiterlesen ||

Puck

Auf einem Bauernhofe bei Uelzen hielt sich ein Puck auf, der den Leuten mit unsichtbaren Händen bei der Arbeit half. Er erhielt dafür reichliche und leckere Kost, welche man ihm auf den Boden stellte, und war auch im übrigen bei alt und jung geehrt und geachtet. Man hörte ihn singen und pfeifen, im Stroh rascheln und oft lachen, daß es weithin zu hören war. Aber gesehen hatte ihn niemand und daher kam es, daß die Haus- und Dorfbewohner sich ihn in allerlei Gestalt dachten.
|| weiterlesen ||


Lexikon der Gartenzwerge
Nanologie - Die Lehre von den Gartenzwergen

Porträts von ca. 130 Zwergen vermitteln einen umfangreichen Überblick über die Zwergenwelt in unseren Gärten. Angefangen mit dem Gartenzwerg als Angler über den Gartenzwerg als Gärtner, Genießer, Metzger, Musiker, Politiker bis zum Gartenzwerg als Showmaster sind alle bekannten Zwergentypen in diesem unterhaltsamen Lexikon vertreten. Eine umfangreiche Einführung gibt Auskunft über die Produktionstechniken, die wichtigsten Hersteller, prominente Gartenzwergfans und über die Geschichte des Gartenzwerges. Nicht nur für Nanologen ist dieses neue Lexikon eine unverzichtbare Quelle der Informationen!
Komet Verlag GmbH
gebunden, durchgehend farb. Abb.
288 Seiten, Format 14,5 x 17 cm
ISBN-13: 978-3-89836-608-3


 


 


Weitere Zwergensagen finden sich im Internet unter www.sagen.at



© 2005 - 2007 · Dipl. Soz. Etta Bengen :: Design, HTML, CMS: HTML-Manufaktur :: Impressum
:: Powered by Website Baker
Nach oben